Ratgeber

Glücksspielwerbung in Deutschland: Wann Online-Slot-Werbung erlaubt ist

Wann darf in Deutschland für Online-Slots geworben werden? Wir erklären die 6–21-Uhr-Regel, verbotene Werbeinhalte, OASIS-Werbung und Affiliate-Vorgaben nach § 5 GlüStV.

Illustration zu den Regeln für Glücksspielwerbung in Deutschland mit Uhrzeit, Online-Slot und Verbotssymbol

Glücksspielwerbung ist in Deutschland nicht pauschal verboten – aber sie unterliegt deutlich strengeren Regeln als Werbung für viele andere Produkte. Besonders bei virtuellen Automatenspielen gilt ein festes Zeitfenster: Zwischen 6 Uhr und 21 Uhr darf dafür im Rundfunk und im Internet nicht geworben werden.

Damit ist die Sache allerdings noch längst nicht erledigt. Auch nachts dürfen Anzeigen keine unrealistischen Gewinnchancen versprechen, Glücksspiel nicht als Lösung für Geldprobleme darstellen und sich nicht an Minderjährige richten. Persönlich adressierte Werbung an OASIS-gesperrte Spieler ist ebenfalls unzulässig. Und für Affiliates gibt es besondere Vergütungsregeln.

CasinoTester erklärt, wann Werbung für Online-Glücksspiel erlaubt ist, was § 5 GlüStV 2021 tatsächlich regelt und woran Spieler problematische oder sogar illegale Glücksspielwerbung erkennen können.

Illustration zu den Regeln für Glücksspielwerbung in Deutschland mit Uhrzeit, Online-Slot und Verbotssymbol

Darf in Deutschland für Online-Glücksspiel geworben werden?

Ja – wenn das beworbene Glücksspiel erlaubt ist und sämtliche Werberegeln eingehalten werden. Die zentrale Vorschrift ist § 5 Glücksspielstaatsvertrag 2021.

Erlaubnisinhaber dürfen grundsätzlich für ihre erlaubten Glücksspiele werben und Sponsoring betreiben. In den jeweiligen Glücksspielerlaubnissen können zusätzlich Inhalts- und Nebenbestimmungen festgelegt sein. Das betrifft insbesondere Werbung im Fernsehen, im Internet, auf Video-Sharing-Diensten und vergleichbaren Medien.

Das bedeutet: Nur weil ein Anbieter legal ist, darf er noch lange nicht jederzeit, überall und mit jedem Werbeversprechen auftreten.

Wann ist Werbung für Online-Slots verboten?

Für virtuelle Automatenspiele ist die Zeitregel besonders wichtig. § 5 Absatz 3 GlüStV sagt ausdrücklich: Täglich zwischen 6 Uhr und 21 Uhr darf im Rundfunk und im Internet keine Werbung für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele erfolgen.

Infografik zum Werbeverbot für virtuelle Automatenspiele im Internet und Rundfunk zwischen 6 und 21 Uhr

ZeitraumWerbung im Internet/Rundfunk für virtuelle Automatenspiele
00:00–06:00 Uhrgrundsätzlich möglich, wenn alle weiteren Regeln eingehalten werden
06:00–21:00 Uhrnicht zulässig
21:00–24:00 Uhrgrundsätzlich möglich, wenn alle weiteren Regeln eingehalten werden

Das Zeitfenster ist also kein „Freifahrtschein“ ab 21 Uhr. Werbeinhalte, Zielgruppe, Lizenzstatus und weitere Auflagen müssen weiterhin passen.

Gilt die 6-bis-21-Uhr-Regel auch für Social Media?

§ 5 Absatz 3 spricht ausdrücklich von Werbung im Internet. Damit sind nicht nur klassische Banneranzeigen gemeint. Je nach konkreter Ausgestaltung können auch Social-Media-Anzeigen, Video-Werbung, Influencer-Kooperationen, Affiliate-Werbung oder andere digitale Werbeformen unter die Internetwerbung fallen.

Zusätzlich enthält die Glücksspielerlaubnis weitere Nebenbestimmungen zur Werbung. Plattformen selbst können darüber hinaus eigene strengere Regeln festlegen.

CasinoTester hat beispielsweise bereits über die verschärften YouTube-Regeln für Glücksspielinhalte berichtet. Plattformregeln und deutsches Glücksspielrecht sind dabei zwei getrennte Ebenen: Eine Anzeige kann gegen YouTube- oder Google-Regeln verstoßen, obwohl der Inhalt rechtlich nicht identisch bewertet würde – und umgekehrt.

Was darf Glücksspielwerbung inhaltlich nicht behaupten?

§ 5 Absatz 2 enthält mehrere klare Grenzen. Werbung darf nicht übermäßig sein und sich nicht an Minderjährige oder vergleichbar gefährdete Zielgruppen richten.

Besonders relevant sind folgende Verbote:

  • keine irreführenden Aussagen über Gewinnchancen,
  • keine falschen Angaben über Art oder Höhe möglicher Gewinne,
  • keine Darstellung, als könne der Spieler das zufällige Ergebnis kontrollieren,
  • Glücksspiel darf nicht als Lösung für finanzielle Probleme dargestellt werden,
  • Werbung darf nicht den Eindruck erwecken, ein neutraler redaktioneller Inhalt zu sein.

Übersicht verbotener Glücksspielwerbung wie Minderjährigenansprache, irreführende Gewinnversprechen und finanzielle Heilsversprechen

Warum ist „Mit diesem Slot verdienst du sicher Geld“ problematisch?

Eine solche Aussage kollidiert gleich mit mehreren Grundsätzen. Bei virtuellen Automatenspielen hängen Gewinne vom Zufall ab. Werbung darf weder falsche Gewinnchancen suggerieren noch Glücksspiel als Ausweg aus finanziellen Schwierigkeiten darstellen.

Auch hohe Max-Win-Angaben dürfen nicht so präsentiert werden, als handele es sich um einen leicht erreichbaren oder typischen Gewinn. CasinoTester trennt deshalb in seinen Inhalten klar zwischen theoretischen Höchstgewinnen, RTP und tatsächlichen Gewinnwahrscheinlichkeiten.

Mehr über die langfristige Auszahlungsquote erklären wir im RTP-Ratgeber.

Darf Werbung gezielt Minderjährige ansprechen?

Nein. § 5 Absatz 2 verbietet Werbung, die sich an Minderjährige oder vergleichbar gefährdete Zielgruppen richtet. Soweit möglich, müssen Minderjährige als Empfänger von Werbung ausgeschlossen werden.

Das betrifft nicht nur offensichtliche Aussagen wie „Casino für Jugendliche“. Auch die Gestaltung, Platzierung und das Targeting können relevant sein. Glücksspielwerbung sollte nicht bewusst in einem Umfeld ausgespielt werden, das überwiegend Minderjährige anspricht.

Darf ein Online-Casino wie ein Finanzprodukt beworben werden?

Nein. Werbung darf Glücksspiel nicht als Lösung für finanzielle Probleme darstellen. Aussagen wie „Bezahle deine Rechnungen mit Slot-Gewinnen“ oder „Spiele dich aus deinen Schulden“ wären mit diesem Grundsatz nicht vereinbar.

Glücksspiel ist Unterhaltung mit Verlustrisiko und kein planbarer Weg zur Vermögensbildung.

Ist Werbung erlaubt, die wie ein neutraler Testbericht aussieht?

§ 5 Absatz 2 Satz 8 enthält hierfür eine sehr wichtige Regel: Werbung, die den Eindruck erweckt, ein redaktionell gestalteter Inhalt zu sein, ist unzulässig.

Gerade für Vergleichsseiten und Affiliate-Angebote ist deshalb Transparenz wichtig. Kommerzielle Links und Werbeelemente sollten als solche erkennbar sein. Ein bezahlter Werbetext darf nicht künstlich als unabhängiger journalistischer Bericht getarnt werden.

CasinoTester kennzeichnet Affiliate-Verlinkungen entsprechend und trennt redaktionelle Bewertung und kommerzielle Verlinkung voneinander.

Welche besonderen Regeln gelten für Affiliate-Werbung?

§ 5 Absatz 6 nennt Affiliate-Links ausdrücklich. Für Werbung im Internet für Glücksspiele, an denen gesperrte Spieler nach § 8 Absatz 2 nicht teilnehmen dürfen, darf keine variable Vergütung vereinbart oder gezahlt werden, die insbesondere vom Umsatz, von Einzahlungen oder von Einsätzen abhängig ist.

Infografik zur Regel, dass Affiliate-Werbung für bestimmte Glücksspiele nicht umsatz-, einzahlungs- oder einsatzabhängig vergütet werden darf

Der Sinn dahinter ist nachvollziehbar: Ein Werbepartner soll keinen stärkeren finanziellen Anreiz bekommen, nur weil vermittelte Spieler mehr Geld einzahlen oder mehr einsetzen.

Für Affiliate-Seiten bedeutet das, dass nicht jedes international verbreitete Revenue-Share- oder einsatzabhängige Vergütungsmodell automatisch zum deutschen Glücksspielmarkt passt.

Darf ein Affiliate pro Neukunde bezahlt werden?

§ 5 Absatz 6 verbietet ausdrücklich variable Vergütungen, die insbesondere umsatz-, einzahlungs- oder einsatzabhängig sind. Ob ein konkretes Festvergütungsmodell zulässig ist, hängt von der gesamten Gestaltung, der beworbenen Glücksspielart, der Erlaubnis und möglichen Nebenbestimmungen ab.

Deshalb sollte aus dem Verbot bestimmter variabler Modelle nicht pauschal abgeleitet werden, dass jede andere Affiliate-Vergütung automatisch erlaubt ist.

Darf für illegale Glücksspielseiten geworben werden?

Nein. § 5 Absatz 7 ist eindeutig: Werbung und Sponsoring für unerlaubte Glücksspiele sind verboten.

Die GGL weist ebenfalls darauf hin, dass Werbung für unerlaubte Glücksspielangebote verfolgt wird. Wer prüfen möchte, ob ein Anbieter legal ist, sollte die amtliche Whitelist verwenden.

Auf CasinoTester findest du zusätzlich eine Übersicht legaler deutscher Online-Spielhallen sowie unseren ausführlichen Ratgeber zur deutschen Glücksspiellizenz.

Reicht eine Malta- oder Curaçao-Lizenz für Werbung in Deutschland?

Nein. Eine ausländische Glücksspiellizenz ersetzt nicht die notwendige deutsche Erlaubnis für den deutschen Markt.

Ein Anbieter mit Firmensitz in Malta kann legal in Deutschland tätig sein – aber nur, wenn das konkrete Glücksspielangebot über die erforderliche deutsche Erlaubnis verfügt. Maßgeblich ist nicht das Herkunftsland des Unternehmens, sondern der deutsche Lizenzstatus der konkreten Webseite beziehungsweise Glücksspielart.

Warum ist Glücksspielwerbung bei Google besonders geregelt?

Google kombiniert die gesetzlichen Vorgaben mit eigenen Zertifizierungsregeln. Laut aktueller Google-Ads-Richtlinie benötigen Betreiber oder Vermittler in Deutschland eine gültige Erlaubnis der zuständigen deutschen Glücksspielbehörde, die zur entsprechenden Onlinewerbung berechtigt.

CasinoTester hat die Verschärfung bereits in der News GGL und Google verschärfen Regeln eingeordnet.

Google verlangt zusätzlich eine eigene Werbezertifizierung. Damit gilt: Eine deutsche Lizenz allein bedeutet nicht automatisch, dass jedes Google-Ads-Konto sofort Glücksspielanzeigen schalten darf.

Was hat sich bei Google 2026 geändert?

Google hat seine Zertifizierungsanforderungen für Glücksspielwerbung 2026 weiter verschärft. Unter anderem werden Richtlinienverstöße und die Zuordnung von Domains stärker berücksichtigt. Ab August beziehungsweise September 2026 werden aktualisierte Zertifizierungsverfahren ausgerollt.

Diese Plattformregeln können sich schneller ändern als der Glücksspielstaatsvertrag. Für aktuelle Kampagnen sollte deshalb immer zusätzlich die aktuelle Google-Ads-Richtlinie geprüft werden.

Darf persönlich per E-Mail für Glücksspiel geworben werden?

Für persönlich adressierte Werbung enthält § 5 Absatz 5 besondere Regeln. Bei Glücksspielen, an denen OASIS-gesperrte Spieler nicht teilnehmen dürfen, darf eine persönlich adressierte Werbung nur erfolgen, wenn die erforderliche vorherige Einwilligung vorliegt.

Vor dem Versand – insbesondere per Post oder E-Mail – muss zudem durch einen Abgleich mit der Sperrdatei sichergestellt werden, dass der Empfänger nicht gesperrt ist. Persönlich adressierte Werbung an gesperrte Spieler ist unzulässig.

Was passiert mit Werbeeinwilligungen nach einer OASIS-Sperre?

Ergibt der Abgleich, dass ein Spieler gesperrt ist, gilt eine zuvor erteilte Einwilligung zum Empfang entsprechender Glücksspielwerbung gegenüber dem Veranstalter oder Vermittler als widerrufen.

Das bedeutet: Eine alte Newsletter-Einwilligung ist kein Argument dafür, einem inzwischen gesperrten Spieler weiterhin persönlich adressierte Werbung für die betroffenen Glücksspiele zu senden.

Darf ein Casino mich einfach anrufen?

§ 5 Absatz 1 verbietet Werbung über Telekommunikationsanlagen grundsätzlich. Der Gesetzestext enthält jedoch Ausnahmen, unter anderem für Anrufe, die vom Spieler oder Spielinteressenten beim Veranstalter oder Vermittler ausgehen. Innerhalb eines bestehenden Vertragsverhältnisses gelten ebenfalls besondere Regelungen.

Zusätzlich können Vorschriften des Wettbewerbs- und Datenschutzrechts relevant sein. Deshalb sollte die Glücksspielregel nicht isoliert als allgemeine Erlaubnis für Werbeanrufe verstanden werden.

Darf ein Influencer Glücksspiel bewerben?

Auch Influencer-Werbung ist nicht außerhalb des Glücksspielrechts. Wenn ein Video, Stream, Post oder Link tatsächlich Glücksspielwerbung darstellt, müssen die geltenden Werberegeln eingehalten werden.

Dazu gehören insbesondere:

  • Legalität des beworbenen Angebots,
  • Werbezeitfenster für die betroffenen Online-Glücksspielarten,
  • keine Ausrichtung auf Minderjährige,
  • keine irreführenden Gewinnversprechen,
  • klare Erkennbarkeit als Werbung,
  • Beachtung möglicher Plattformregeln.

Ist ein Stream automatisch Glücksspielwerbung?

Nicht jede Erwähnung eines Glücksspiels ist automatisch Werbung. Entscheidend ist die konkrete Ausgestaltung: Gibt es eine kommerzielle Kooperation, Affiliate-Links, einen Aufruf zum Spielen, einen Bonuscode oder andere werbliche Elemente?

Ein rein redaktioneller oder journalistischer Inhalt kann anders zu bewerten sein als eine bezahlte Promotion. Sobald kommerzielle Interessen hinzukommen, ist eine saubere Werbekennzeichnung besonders wichtig.

Woran erkenne ich problematische Glücksspielwerbung?

Spieler sollten skeptisch werden, wenn eine Anzeige:

  • garantierte Gewinne verspricht,
  • Glücksspiel als Einkommen oder Schuldenlösung darstellt,
  • eine nicht in Deutschland erlaubte Webseite bewirbt,
  • einen großen Gewinn ohne Hinweis auf dessen Zufallscharakter als typisch darstellt,
  • bewusst wie ein unabhängiger redaktioneller Artikel wirkt,
  • Minderjährige oder jugendaffine Zielgruppen anspricht.

Besonders gefährlich sind Anzeigen für nachgebaute oder gefälschte Anbieter-Webseiten. Unser Ratgeber Vorsicht vor Fake-Casinos zeigt, wie bekannte Marken für betrügerische Kopien missbraucht werden können.

Wie prüfe ich eine Glücksspielanzeige?

  1. Öffne nicht blind den Werbelink, sondern prüfe den Anbietername und die Domain.
  2. Vergleiche die Domain mit der aktuellen GGL-Whitelist.
  3. Kontrolliere, für welche Glücksspielart die Erlaubnis gilt.
  4. Achte auf unrealistische Gewinn- oder Bonusversprechen.
  5. Prüfe, ob Affiliate- oder Werbeelemente transparent gekennzeichnet sind.

Erfahrungen mit auffälliger Werbung oder konkreten Anbietern können im CasinoTester Forum diskutiert werden. Persönliche Daten oder Screenshots mit sensiblen Informationen sollten vorher geschwärzt werden.

Kann ich illegale Glücksspielwerbung melden?

Ja. Die GGL bietet ein Hinweisportal für unerlaubtes Glücksspiel und für Werbung zu unerlaubten oder auch erlaubten Glücksspielangeboten im Internet. Eine Meldung ist besonders sinnvoll, wenn eine konkrete Domain, Anzeige oder Kampagne nachvollziehbar dokumentiert werden kann.

Die GGL entscheidet anschließend im Rahmen ihrer Zuständigkeit, ob aufsichtsrechtliche Maßnahmen erforderlich sind.

Warum ist die Whitelist wichtiger als ein Werbesiegel?

Ein Logo oder ein Werbetext wie „100 % legal in Deutschland“ ist kein Beweis für eine gültige Erlaubnis. Auch unseriöse Seiten können solche Aussagen einfach kopieren.

Die amtliche Whitelist der GGL listet die erlaubten Veranstalter, Vermittler und Internetseiten. Deshalb sollte immer die konkrete Domain geprüft werden – nicht nur der Markenname.

Fazit: Glücksspielwerbung ist erlaubt, aber stark begrenzt

In Deutschland darf für erlaubtes Glücksspiel geworben werden, doch § 5 GlüStV setzt klare Grenzen. Für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele gilt im Internet und Rundfunk täglich zwischen 6 und 21 Uhr ein Werbeverbot.

Außerhalb dieses Zeitfensters bleiben zahlreiche Inhaltsregeln bestehen: keine Ansprache Minderjähriger, keine irreführenden Gewinnversprechen, keine Darstellung von Glücksspiel als Lösung für Geldprobleme und keine getarnte redaktionelle Werbung.

Für OASIS-gesperrte Spieler gelten zusätzliche Regeln bei persönlich adressierter Werbung. Affiliate-Vergütungen dürfen bei den betroffenen Glücksspielen nicht umsatz-, einzahlungs- oder einsatzabhängig ausgestaltet sein. Werbung für illegale Angebote ist vollständig verboten.

Für Spieler bleibt deshalb die wichtigste Kontrolle: Nicht der Werbespruch entscheidet, ob ein Anbieter legal ist, sondern die deutsche Erlaubnis und der Eintrag der konkreten Domain in der amtlichen Whitelist.

FAQ zur Glücksspielwerbung in Deutschland

Wann darf für Online-Slots geworben werden?

Im Internet und Rundfunk darf für virtuelle Automatenspiele täglich zwischen 6 Uhr und 21 Uhr nicht geworben werden. Außerhalb dieses Zeitfensters müssen alle weiteren Werberegeln weiterhin eingehalten werden.

Gilt das Werbeverbot auch auf Social Media?

Social-Media-Werbung kann Internetwerbung sein und unterliegt damit grundsätzlich den entsprechenden Vorgaben. Zusätzlich gelten die Regeln der jeweiligen Plattform.

Darf Glücksspielwerbung garantierte Gewinne versprechen?

Nein. Irreführende Aussagen über Gewinnchancen, Art oder Höhe der Gewinne sind verboten. Glücksspiel darf außerdem nicht als Lösung für finanzielle Probleme dargestellt werden.

Darf Werbung an Minderjährige ausgespielt werden?

Werbung darf sich nicht an Minderjährige richten. Soweit möglich, müssen Minderjährige als Werbeempfänger ausgeschlossen werden.

Darf ein gesperrter Spieler Casino-Werbung per E-Mail erhalten?

Persönlich adressierte Werbung für die betroffenen Glücksspiele an OASIS-gesperrte Spieler ist unzulässig. Vor dem Versand ist unter den gesetzlichen Voraussetzungen ein Abgleich mit der Sperrdatei erforderlich.

Dürfen Affiliates pro Umsatz oder Einzahlung bezahlt werden?

Für die in § 5 Absatz 6 erfasste Glücksspielwerbung im Internet darf keine variable Vergütung gezahlt werden, die insbesondere umsatz-, einzahlungs- oder einsatzabhängig ist.

Darf für ein Casino mit Malta-Lizenz in Deutschland geworben werden?

Eine Malta-Lizenz allein reicht nicht. Das konkrete Glücksspielangebot benötigt die erforderliche deutsche Erlaubnis für den deutschen Markt.

Wo kann ich prüfen, ob eine Glücksspielwerbung zu einem legalen Anbieter führt?

Die amtliche GGL-Whitelist ist die wichtigste Quelle. Dort sollten Anbieter, Glücksspielart und konkrete Internetseite beziehungsweise Domain geprüft werden.

Bilderquelle: Bilderstellung mit Hilfe von KI und redaktioneller Grafik.

Über den Autor

Bastian Mundt

Redaktion CasinoTester

Bastian Mundt ist Contentmanager bei der Deutschen Gesellschaft für Glücksspiel und beschäftigt sich beruflich intensiv mit dem regulierten deutschen Online-Glücksspielmarkt. Sein Schwerpunkt liegt auf Online-Spielhallen, Spielautomaten, Spielmechaniken, Bonusangeboten und aktuellen Entwicklungen der Branche. Mit Spielautomaten beschäftigt sich Bastian bereits seit vielen Jahren. Diese langjährige Erfahrung verbindet er heute mit seiner beruflichen Tätigkeit und seinem Fachwissen über den deutschen Glücksspielmarkt. Darüber hinaus verfügt er über Erfahrungen mit Poker und unterschiedlichen Formen des Glücksspiels. Auf CasinoTester.eu ist Bastian als Betreiber und Autor tätig. Er veröffentlicht Tests und Erfahrungsberichte zu legalen deutschen Online-Spielhallen, berichtet über aktuelle Bonusaktionen und ordnet Entwicklungen auf dem deutschen Glücksspielmarkt ein. Dabei legt er besonderen Wert auf nachvollziehbare Informationen, Transparenz und die geltenden regulatorischen Rahmenbedingungen. Zu seinen persönlichen Lieblingsspielen zählen unter anderem Lord of the Ocean Magic, Eye of Horus und Dolphin's Pearl 10 Deluxe.

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